Tanz
Klaus Hoffmann am 18. März im Syker Theater
Wieder zu Hause, suchst du dir die LP. Ein blonder Junge blickt dich vom Cover an, braune Augen, blonde Haare bis zu den Schultern, beinahe überirdisch schön. Du drehst es um, derselbe Junge, derselbe Blick, diesmal in der U-Bahn. Es ist Edgar Wibeau, er ist so alt wie du, du bewunderst ihn wegen dieser Anmut, dieser selbstbewussten Jugendlichkeit, die diese Fotos ausstrahlen. Doch Edgar ist zu diesem Zeitpunkt schon tot, weil es ein gewisser Plenzdorf mitleidlos so wollte, der allerdings auch nur im Auftrag handelte.
von Rainer Köster

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