Samstag, 18. Dezember 2010

Ben Webster - cooler than ever



JazzVideoGuy | 31. Dezember 2006 | Gefällt 486, gefällt 10 nicht
http://www.jazzvideoguy.tv presents the immortal Ben Webster. Ben is without question one of the musics immortals. He did not originate a style or spearhead a period of radical change; but his magnetic tenor saxophone playing moved listeners as deeply as the work of any other artist on his or any other instrument. Intensity and honesty were the hallmarks of Websters music from his early days in his hometown of Kansas City, Missouri. During the Twenties and Thirties, he gained fame as a major Coleman Hawkins disciple and one of jazzs premier hot soloists through his work with the big bands of Bennie Moten, Cab Calloway, Fletcher Henderson, and others; and while his uptempo brilliance continued to be displayed after he joined Duke Ellington in 1940 on classics like "Cotton Tail," the Ducal environment and nightly exposure to alto saxophonist Johnny Hodges brought out a ballad mastery in Webster that continued to blossom in the Fifties, when he made a series of recordings for Verve. Appreciation of Websters work has only grown since his passing in 1973.

Ben Webster - Tenor Saxophone, Kenny Drew - Piano, Nils Henning Orsted Pederson - Bass, Alex Riel, Drums

Samstag, 11. Dezember 2010

Trombone Shorty - Supafunkrock from New Orleans

Text Götz Bühler aus Jazzecho 2 - 2010 downzuloaden bei http://www.jazzecho.de/service/jazzecho-printmagazin/

Get Shorty!
Seit seinem vierten Lebensjahr heißt Troy Andrews nur Trombone Shorty.
Gefeiert von Wynton Marsalis und Lenny Kravitz, zündet der inzwischen 24-Jährige aus New Orleans jetzt seine Supafunkrock-Bombe.


Es wäre eine Schande, wenn Troy Andrews etwas anderes als Musiker geworden wäre. Geboren im Stadtteil Treméin New Orleans, wo,   er sagt, „Jazz erfunden wurde – mehr oder weniger“, imitierten Troy und seine Freunde schon im Kindergarten die Brass-Band-Umzüge der Großen. „Wir nahmen uns Pappkartons als Trommeln, pusteten in Gartenschläuche und Plastiktrichter“, erinnert er sich. „So zogen dann etwa fünfzig Kids um den Block, immer im sicheren Abstand zur echten ‚Second Line‘. Als wir dann richtige Instrumente bekamen, waren wir nicht mehr aufzuhalten.“ Sein großer Bruder James sieht den eben Vierjährigen mit einer Posaune, doppelt so lang wie Troy selbst, in einem Musikumzug und tauft ihn „Trombone Shorty“. Der Name blieb, das Talent wuchs. Dass dieser „Shorty“ nicht nur die eigene Familie beeindruckte, zeigt ein altes Foto mit Bo Diddley, auf dem sich der Rock’n’Roll-Meister mit anerkennendem Blick zu dem kleinen Posaunisten herunterbeugt. Zum Star geboren? Möglich. Musik im Blut? Wahrscheinlich. Einer  der spannendsten neuen Musiker und Entertainer des Jahres? Sicherlich.
„Wenn man aus New Orleans kommt, ist man immer von diesen Helden umgeben, die nicht nur großartige Musiker, sondern auch fantastische Entertainer sind, angefangen mit Louis Armstrong“, meint Troy Andrews. „Das ist mein Idol, dem eifere ich nach. Wenn ich nur auf der Bühne stehe und Musik mache, langweilt mich das. Also wollte ich ein echter Entertainer werden und singen, tanzen oder sonst was machen, um das Publikum anzuheizen und zum Mitmachen zu bewegen.“ Sein direktes Vorbild war dabei der „Satchmo of the Ghetto“, sein Trompete spielender Bruder James. Kurz nach den oben erwähnten Pappkartons und Plastiktrichtern bringt James seinem kleinen Bruder das Schlagzeugspielen bei und schenkt ihm auch „die kleinste Trompete der Welt“. Troy ist drei Jahre alt, als er außerdem Posaune lernt, um endlich in der Band seines Bruders mitspielen zu können. Mit elf zieht er an den Wochenenden mit seiner eigenen Band zum Jackson Square im French Quarter, um Straßenmusik zu machen. Wenn es gut läuft, rasselt Kleingeld in die Instrumentenkoffer, bis zu 400 Dollar pro Kopf. Troy ist noch nicht mal Teenager da steigt er noch ein Level weiter auf und begeistert das Publikum bei eigenen Club-Gigs – darunter auch The Edge undBono von U2, die er, wie sie sage n, regelrecht „hypnotisierte“, weshalb sie „nach ein paar Tequilas mit lauter Mädchen auf der Bar tanzten“. Auch die Lokalmatadoren loben den Knirps mit dem Langhorn, Wynton Marsalis nennt sich seinen „größten Fan“. Doch auf solchen Lorbeeren ruht sich Trombone Shorty erliganicht aus. Er lernt unermüdlich neue Songs, egal woher und worüber, von Marschmusik über AC/DCs „Back In Black“ bis zu Hip-Hop-Hits. „Jazzmusiker können so engstirnig sein”, sagt er. „Ich wollte auf keinen Fall einer von denen sein, die immer wieder dasselbe Zeug recyclen. Wie soll man dabei wachsen können? Außerdem wollte ich immer für Leute spielen, die so alt sind und ähnliche kulturelle Referenzen haben wie ich. Ich muss mich selbst und das Publikum bei Laune halten.“ Nebenbei schreiben Troy und seine Band Orleans Avenue auch immer mehr eigene Songs, nehmen mit 17 ihre erste CD auf und gründen gleich noch ein Label. Ein Jahr und drei Alben später („Wie viele wir davon verkauft haben? Kommt drauf an, wer fragt: Tausende, wenn ich ehrlich bin. Nicht mal zwölf, wenn mich die Steuer fragt.“), kommt die große Chance: Lenny Kravitz holt den eben 18-Jährigen in seine Band. „Als mich ein gemeinsamer Freund vorschlug, war Lenny zuerst skeptisch. ‚Ich will einen mit Soul – wie kann ein 18-jähriges Kind Soul haben?‘ Trotzdem flog er mich nach Miami ein. Nach dem Vorspielen meinte er: ‚Du bist in der Band. Aber du musst dir den Arsch aufreißen, um zu bleiben. Okay?‘ In den nächsten drei Wochen musste ich seine komplette Musik aus etwa 20 Jahren lernen. Aber ich habe es geschafft. Obwohl meine Schwester meinte, das sei so, als wäre der Basketballer Kobe Bryant direkt von der Highschool in die Oberliga gekommen.
“ „Backatown“, Trombone Shortys Major-Debüt, war in den USA sofort ein Erfolg. Natürlich wegen der brachialen Grooves, der extrem tighten Produktion, dem Mitsing-Hit „Something Beautiful“ und all der anderen Hüftenschwinger und Kopfnicker – aber auch wegen seiner Vorgeschichte und der ausgewählten Features, etwa von Lenny Kravitz oder Allen Toussaint. Die Fernseh- und Radiostationen sind begeistert von diesem smarten und eloquenten Hipster, laden Troy von der „Morning Show“ bis zu „Late Show with David Letterman“ ein,  nutzenseine rockigen Funk-Lieder als Erkennungsmelodien. Der schlanke Muskelmann bekommt sogar eine Rolle in der HBO-Serie „Treme“. Damit auch der Rest der Welt ins vielstimmige „Go, Shorty!“ einfällt, trat Trombone Shorty knapp einen Monat nach der US-Veröffentlichung mit seiner Band im Verve Club in Berlin auf. Nach der vierten Zugabe, nach einem so intensiven wie unterhaltsamen Set, bei dem Troy und seine Band wirklich alles gegeben haben – einmal sogar die Instrumente durchgetauscht, so dass sich der Leader am Schlagzeug beweisen konnte – bebte der Laden noch immer. „Mann, so machen wir das eben in New Orleans“, lacht er im Backstage. „Wenn ich irgendwas in meiner Zeit mit Lenny Kravitz gelernt habe, dann, dass man sich sein Publikum erarbeiten muss – je mehr du ihnen gibst, umso mehr bekommst du zurück. Zuzusehen, wie er 16.000 Menschen unter Kontrolle hat, die mit ihm lachen, weinen und feiern, war eine tolle Lektion. Aber es fängt immer mit dir an, denn du …“ Er bricht mitten im Satz ab, hört auf die Musik aus dem Club. „Wer ist dieser DJ? Eben hat er schon was von Dr. John gespielt – und das ist jetzt Allen Toussaint, oder? Woher kennt der das Zeug?“ Als er hört, dass heute Abend der Chef persönlich die Platten auflegt, schüttelt er lachend den Kopf. „Mann, und ich dachte, ich wäre hip! Ein Glück, dass ich erst Anfang zwanzig bin – da darf man schließlich noch lernen.“

Freitag, 10. Dezember 2010

Nils Landgren und Vladylsav Sendecki im Duo bei JFK-Syke


Samstag, 10.Februar 2011, 20:00 Uhr – Konzertsaal der Kreissparkasse Syke

Duo Nils Landgren / Vladyslav Sendecki


Lange schon arbeiten die beiden Jazzstars in der NDR Bigband miteinander. Umso erfreuter war der der Vorstand von JFK Syke, als er eine Zusage für ein Duokonzert der beiden gefragten Solisten bekam. Zwei seelenverwandte Jazzer, beide mit Wurzeln in der klassischen Musik und mit einem ausgeprägten Gespür für die musikalischen Traditionen ihrer Heimatländer, treffen als Duopartner aufeinander.  



Mr Redhorn: Nils Landgren


Das rote Horn gilt schon lange als sein Markenzeichen. Der schwedische Jazzer gilt als einer der vielseitigsten Posaunisten Europas. Ursprünglich wollte studierte er klassische Musik – bis Begegnungen mit dem Folk-Jazz Pionier Bengt-Arne Wallin und Posaunisten Eje Thelin ihn in Richtung improvisierter Musik lenkten. Stationen als Leadpoasaunist bei Thad Jones oder der NDR Bigband, als Duopartner von Esbjörn Svensson, als Kopf seiner fesselnd groovenden „Funk Unit“ oder langjähriger künstlerischer Leiter der Berliner Jazztage belegen seine herausragende Rolle im europäischen Jazz.

„Seit jenen Tagen hat Nils Landgren meist alles gleichzeitig gemacht: Jazz und Rock, Soul und HipHop, Big Band Sessions und nach eigener Schätzung mindestens 500 Platten, unter anderem mit internationalen Stars wie ABBA, den Crusaders, Bernard ‚Pretty’ Purdie, Eddie Harris, Wyclef Jean oder Herbie Hancock.“ schreibt das deutsche Jazzlabel ACT in seiner Künsterbiografie. 



So urteilt die SZ über Vladyslav Sendecki: 

Süddeutsche Zeitung (DE)
5. Juni 2010
Oliver Hochkeppel

Meister des Sentiments
Jazzpianist Vladislav Sendecki in der Unterfahrt

Die kahle Stelle auf seinem Haupt hat schon die Größe einer Mönchstonsur. Und angesichts der Haare, die ihm von dort bis zum Ellbogen fallen, könnte man tatsächlich an ein Gelübde denken. Sammlung, Läuterung, Besinnung – das sind außerdem wichtige Themen in der Karriere des aus der Nähe von Krakau stammenden Jazzpianisten Vladislav Sendecki. Es hat lange gedauert, bis man ihn so erleben konnte wie nun in der Unterfahrt: Als einen der kraft- und phantasievollsten Solo-Pianisten unserer Zeit. 
Dabei hatte er vergleichsweise einen Traumstart nach seiner Emigration aus Polen 1981. Schnell spielte sich der Mann mit der dank klassischer Ausbildung blendenden Technik und dem Sinn für das Wesen des Jazz an die Seite der US-Stars. Doch er blieb da ein „musicians’ musician“, ein Sideman, eben kein Herr seines eigenen Geschicks. Und so wuchs seine Unzufriedenheit, das Gefühl, „Spielball der Dämonen“ zu sein. Er zog sich lange zurück, ehe er Ende der Neunziger in Hamburg einen Neuanfang unternahm. Wie man in der Unterfahrt hören konnte, ist er jetzt ganz bei sich angekommen. Wie kein anderer aktueller Pianist zwingt er einen vom Blues bis zu postmodernen, modalen Improvisationsexplosionen reichenden Jazz in klassische Formen, reißt er die ohnehin künstliche Barriere zwischen Klassik und Jazz ein.  Hört man seine als „Toys Corner“ gesammelten Miniaturen – Kinderlieder für Erwachsene, die er schon vor vielen Jahren zu komponieren begann –, so denkt man unwillkürlich: Da ist der lange vermisste Nachfahre von Schumann, Debussy oder Grieg, der heutige Meister der kleinen Form, der auch die Musikgeschichte der „zweiten Klassik“ (des Jazz) subsumiert hat. Und auch bei opulenteren Stücken wie dem zwanzigminütigen Einstieg erweist sich Sendecki als Meister des Sentiments, der mit virtuosen Melodie-, Klangfarben- und Rhythmuswechseln Emotionen erregt. Wie auch in seiner Adaption eines traditionellen polnischen Wiegenlieds, das schon Chopin als Vorlage diente – dem anderen Emigranten und Pianisten, mit dem man Sendecki jetzt durchaus vergleichen darf.



Sonntag, 5. Dezember 2010

Kris Pohlmann Band

Die Kris Pohlmann Band spielt wunderbaren Blues-Rock und passt damit sehr gut in unsere Spielstätte Mulenhof. Hier der Infotext von ihrer Homepage.

Die KRIS POHLMANN BAND wurde Sommer 2005 vom gebürtigen Engländer Kris Pohlmann (Gesang, Gitarre, Text und Komposition) gegründet. Weitere Bandmitglieder sind der Amerikaner Warren Richardson (Bass und Background-Gesang) und Elmar Stolley aus Deustchland (Schlagzeug, Perkussion und Background-Gesang).

Mit dem Gewinn des renommierten Deutschen Rock & Pop Preises als beste Rhythm ‘n’ Blues Band 2006 sorgte das Trio sofort für großes Aufsehen. Seit 1983 vergibt der Deutsche Rock & Pop Musikverband e.V. – mittlerweile gemeinsam mit der Deutschen Popstiftung – den Deutschen Rock & Pop Preis und veranstaltet damit Deutschlands ältestes, größtes und erfolgreichstes Kulturfestival für den musikalischen Nachwuchs der Rock & Pop Musik.



Nach der Veröffentlichung der EP Heavy Pain im Frühjahr 2007 bestätigte die KRIS POHLMANN BAND ihren guten Ruf als dynamische Live-Künstler bei vielen Deutschland-Auftritten und als Support-Band u.a. für Eric Gales und Nine Below Zero. Im Jahr 2008 war die Band wieder auf Deutschland-Tournee unterwegs und hat dabei ihre Fangemeinde erweitert. Es wurden bereits Vergleiche mit Rory Gallagher, Jeff Healey und Gary Moore gezogen. Die Presse war sich einig und drückte dies einstimmig in ihrem Lob aus.


ROBERT WYATT AND STUFF: Live @ The Vortex; The Thing

Svennevenn, mein norwegischer Lieblingsblogger hat Video mit ganz frischen Liveaufnahmen von Frode Gjerstad, William Parker und Hamid Drake sowie Ingebrigt Haaker Flaten, Mats Gustafsson, Paal Nilsen-Love (The Thing) ins Netz gestellt. Da werden alle Kerzen des Adventskranzes ausgeblasen .......



Mittwoch, 1. Dezember 2010

Mal was anderes: Werbespots können auch humorvoll sein

ROBERT WYATT AND STUFF: 28 Millimeters

ROBERT WYATT AND STUFF: 28 Millimeters
Zitat aus svennevenns Blog:
Check out this video! JR has travelled around the world, and let people see themselves through his photos. JR is 2011 TED Prize Winner